Die Zweitklässler/innen durften kürzlich, am 15.4.26, das nahegelegene Schlossmuseum Peuerbach besuchen – jenen Ort, an dem einer der bedeutendsten Astronomen des 15. Jahrhunderts geboren wurde: Georg von Peuerbach.

Für die Schülerinnen und Schüler wurde der Rundgang zu einer lebendigen Zeitreise und sie erfuhren, wie ein junger Mann aus einem kleinen Markt im Hausruckviertel die wissenschaftliche Welt Europas prägte.

Georg von Peuerbach, 1423 in Peuerbach geboren und später an der Universität Wien tätig, gilt als Wegbereiter des kopernikanischen Weltbildes und als weltweit erster Universitätsprofessor, insbesondere für Astronomie. Seine Arbeiten verbesserten die damalige Planetentheorie entscheidend und bereiteten damit den Weg für die naturwissenschaftliche Revolution der Frühen Neuzeit. Besonders einflussreich waren seine Theoricae novae planetarum, ein Werk, das noch bis ins 17. Jahrhundert als Standardwerk genutzt wurde und von den Schülerinnen und Schülern beäugt werden konnte. Darüber hinaus entwickelte er innovative astronomische Instrumente und Modelle, mithilfe welcher die Schülerinnen und Schüler präzisen Fragen nachgehen und diese so leichter beantworten konnten. Doch die Kinder konnten nicht nur die Errungenschaften aus Mittelalter und Neuzeit kennenlernen, sondern durften auch in die Geschichte der Raumfahrttechnologie eintauchen, die zurzeit wieder sehr präsent ist.

Für Oberösterreich bedeutet Georg von Peuerbach bis heute ein Stück wissenschaftlicher Identität: Er zeigt uns, dass große Ideen auch in kleinen Orten entstehen können. Der Museumsbesuch machte dies für die Klasse eindrucksvoll spürbar – ein inspirierender Blick darauf, wie Neugier und Bildung die Welt verändern können. Die beiden Kolleginnen Doris Gruber und Susanne Mayrhofer hatten den naturwissenschaftlichen Vormittag organisiert und begleitet. Sie waren überaus begeistert von der hervorragend aufgebauten sowie wissenschaftlich präzisen und dennoch kindgerechten, ausführlichen Führung durch Herrn Franz Neuhold. Vielen Dank für dieses tolle Erlebnis und vielen Dank an das Schlossmuseum Peuerbach.