Herr Osterberger kam am am 14.09.1987 an unsere Schule und er sollte uns 38,5 Jahre lang die Treue halten.
Anfangs als Religions- später dann auch als Werklehrer unterrichtete Andreas eine Fächerkombination, die eher selten an Schulen, dafür aber durchaus prominent in der Bibel vorkommt. Der Hl. Josef und sein Sohn Jesus waren schließlich auch als Zimmermänner tätig, die tief im Glauben verwurzelt waren und sich bestens auf die Bearbeitung von Holz, Stein und Metall verstanden.

In den über 38 Jahren war Andreas aber noch viel mehr als bloß Religions- und Werklehrer. Er war temperamentvoller Musiker, der inbrünstig sang und sich dabei mit seiner Gitarre begleitete. So manche Saite hielt dieser Begeisterung nicht stand.
Er war viele Jahr Klassenvorstand, der seinen „Puppies“ treu zur Seite stand und immer auf ein gutes Klassenklima und ein friedvolles Miteinander achtete.
Er war Berufsorientierungslehrer, der die Kinder und ihre Eltern bei der Schul- bzw. Berufswahl unterstützte und er übte viele Jahre die Funktion als Schülerberater aus. Somit war er Vertrauensperson und Anlaufstelle für Kinder, die bei ihren Problemen Hilfe benötigten.
Viele religiöse Feiern wurden von ihm in diesen Jahren organisiert und gestaltet. Jedes Schuljahr wurde von ihm mit dem Eröffnungsgottesdienst begonnen und mit dem Abschlussgottesdienst beendet, er war somit das Alpha und das Omega für unsere Schule – was kann man Schöneres über einen Lehrer sagen? Dieses jahrelange verdienstvolle Wirken im Interesse der Schule führte schließlich dazu, dass ihm im November 2025 die ehrenvolle Auszeichnung „Schulrat“ vom Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer überreicht wurde – sicherlich der Höhepunkt der beruflichen Laufbahn unseres Kollegen.

Andreas war aber auch ein sehr guter und kameradschaftlicher Kollege, dem das Wohl der Lehrerinnen und Lehrer stets am Herzen lag. Seine humorvollen Gedichte und Lieder zu feierlichen Anlässen waren stets ein Garant für gute Stimmung. Dass bei seinem Pensionsantritt auch so viele ehemalige Weggefährtinnen und Weggefährten zur Abschiedsfeier gekommen sind, zeigt die freundschaftliche Verbundenheit, die auch noch nach Beendigung der dienstlichen Laufbahn erhalten blieb. Es ist schwer vorstellbar, dass Andreas nun nicht mehr jeden Tag in der Schule tätig sein soll. Wir gönnen ihm aber seinen wohl verdienten Ruhestand und wünschen ihm weiterhin viel Energie, Gesundheit und Gottes Segen.